Kindertagesstätte mit neuen Plätzen in der Arnold-Janssen-Schule

Die Mitarbeitenden haben sich richtig gefreut: Am gestrigen Abend gab der Rat der Stadt Goch einstimmig das Startsignal für den zweiten Standort der Ev. Integrativen Kindertagesstätte Goch. Sie soll ab Sommer im Erdgeschoss der Arnold-Janssen Schule , Hinter der Mauer 101, zwei weitere Gruppen beherbergen. Die Planungen gehen von einer Gruppe Typ I. mit 20 Kindern (2-6 Jahre) und einer Gruppe Typ III., mit 23 Kindern (3-6 Jahre) aus. „Bis Weihnachten haben wir noch Zeit uns zu freuen, dann fängt im Januar die Arbeit an", erläutert Esther Müller, Leiterin der Kindertagesstätte. Direkt im nächsten Kindergartenjahr, ab August 2018, startet der Betrieb. Erstmalig in Goch wird durch die Eröffnung einer Großtagespflegestelle im 1. OG Eltern ermöglicht, Kinder bis in die Randzeiten nach 17 Uhr versorgt zu wissen.

„Wegen der aktuellen Entscheidung wurde seitens des Jugendamts der Stadt die Meldefrist für Eltern vom 15. Dezember bis zum 22. Dezember verlängert", informiert Judith Boell, Leiterin des Jugendamts. „Wir empfehlen dafür die Internetseite Kita online, dort werden alle Schritte erklärt", so die zuständige Mitarbeiterin Britta Matenaers. Auch Ummeldungen von einer angefragten Kita zum Standort Arnold-Janssen sollen möglich sein. Wenn die Anfragen gesichtet sind, entscheidet das Jugendamt mit allen Trägern über die Platzvergabe, mit Post können Eltern in Goch Mitte März rechnen.

Einiges muss bis zum Start noch geklärt werden. „Wir bevorzugen den Standort nicht eigenständig laufen zu lassen, damit wir aus dem Pool der Mitarbeitenden in der Niersstraße Personal-Engpässe problemlos auffangen können", so Esther Müller. 1,5 Millionen Euro kosten der Umbau der Räumlichkeiten an der Schule und der Erweiterungsanbau an der Niersstraße. Die Ev. Kirchengemeinde gibt der Stadt 75.000 Euro dazu.

„Die Pläne versprechen tolle Räumlichkeiten", meint Müller. Schwerpunkte der Arbeit sollen Bewegung und Sprachförderung sein. An der Niersstraße bleiben jedoch die Plätze für Integrativkinder zentriert. Es können von den Eltern alle Zeiten gebucht werden, auch 25 Stunden pro Woche. Die Anbindung der Großtagespflegestelle muss noch in Absprache mit dem Jugendamt geplant werden. Sie kann an die Kindertagesstätte gekoppelt sein oder selbstständig betrieben werden. Zudem will die Kindertagestätte auf die Grundschule zugehen auch das Seniorenwohnheim gegenüber eignet sich für Besuche der zukünftige Kinder. „Es sind für die Kinder und die Senioren wertvolle Erfahrungen", berichtet Müller von Besuchen im Seniorenzentrum an der Parkstraße und während des Zauberklang Projektes bei der Diakonie-Tagespflege.

 

Lebendiger Adventskalender mit der Jugend

Der lebendige Adventskalender öffnete sich auch am evangelischen Gemeindehaus am Markt. Jugendliche der Gruppe Cats und des Helferkreises hatten eine kleine Andacht mit Musik, Gesang und besinnlichen Texten vorbereitet. Als Abschluss freuten sich alle über ein heißes Getränk und selbstgemachtes Gebäck.

 

Bürgerforum für neues Begegnungszentrum

Bis die Bagger anrollen, wird es noch ein wenig dauern. Doch die Ev. Kirchengemeinde Goch macht sich nun Gedanken, wie das neue Gemeindehaus am Markt genutzt werden kann. Das alte Gebäude wird abgerissen, denn es ist nicht barrierefrei und macht keinen einladenden Eindruck. „Es wäre nicht mehr zeitgemäß, ein Gemeindehaus nur für die eigenen Gemeindeglieder zu bauen", erklärte Kirchmeisterin Birgit Pilgrim im Gespräch. Schon jetzt nutzen es viele Gruppen, die nicht direkt zur Gemeinde gehören: das Repair Cafe, Sprachpaten die mit Flüchtlingen arbeiten, Selbsthilfegruppen.

„Wir sind offen für Vereine und Gruppen in Goch, die anderswo keinen Ort haben", so Presbyteriumsvorsitzende Pfarrerin Rahel Schaller. Sie sollen sich beim Bürgerforum am Freitag, 8. Dezember, ab 15:30 bis 18:00 Uhr im Gemeindehaus einfinden und ihre Ideen einbringen. Noch ist nichts in Stein gemeißelt, ein Nutzungs-Konzept muss noch geschrieben werden. Was feststeht, ist der Architektenentwurf des neuen Gebäudes. Bis zum Sommer 2018 hofft die Gemeinde genügend Fördergelder für den Bau zusammen zu bekommen, für den Neubau rechnet sie mit 1,4 Millionen Euro. Unterstützung zugesagt hat die unmittelbare Nachbarin, die Stadt Goch: „Damit es schnell geht, sind wir bei dem rechtsicheren Bauantrag behilflich", sagte Stadtbaurat Dominik Bulinski.

Projektmanagerin Jutta Straatmann aus Dortmund begleitet den Prozess kommunikativ: Gemeindehaus und Kirchengemeinde stehen nicht isoliert, sondern es wird an einem Quartiersmanagement gearbeitet, das viele Akteure beteiligt. Auch da ist die Stadt mit demographischen Daten der Bevölkerungsentwicklung hilfreich. Die Gemeinde will nicht warten, bis der Neubau steht, sondern vorher den Bedarf bei Bürgerinnen und Bürgern abfragen. Das Gemeindehaus liegt günstig zentral am Markt, ist also für viele gut erreichbar. Eine Anmeldung zum Bürgerforum ist im Gemeindebüro möglich, jedoch nicht zwingend erforderlich.

Das Bild zeigt den Architektenentwurf, das Gemeindehaus fügt sich in die bestehende Fassade zwischen Kirche und altem Rathaus ein, ohne herauszustechen. Unten im Parterre soll ein Foyer entstehen, auf der ersten Etage können unterschiedlich große Gruppenräume untergebracht werden. Eine Etage ist für Büros und die oberste für Kinder- und Jugendarbeit reserviert. Eine breite Verglasung soll zum offenen Charakter des Hauses beitragen. 

 

Neuer Gemeindebrief 4/2017

Der neue Gemeindebrief "Rund um die Kirche" 4/2017 ist da. Im Mittelpunkt dieser Ausgabe steht das Thema "Wünsch Dir was!" sowie vielfältige Berichte aus dem Gemeindeleben.

 

 

 

Den Gemeindebrief 4/2017 finden Sie hier. [PDF]