Neuer Gemeindebrief 1/2014 erschienen

Der neue Gemeindebrief "Rund um die Kirche" 1/2014 ist erschienen. Im Mittelpunkt dieser Ausgabe stehen:

Demenz im Alter

Konfirmationen 2014

Karussell Leben - eine Ausstellung in der Kirche

 

 

Den Gemeindebrief 1/2014 finden Sie hier. [PDF] 

 

 

Neue Gesichter für den Förderverein

Vier Neue zeigen ab sofort Gesicht für den Förderverein der Evangelischen Integrativen Kindertagesstätte in Goch. Bei den turnusgemäß stattfindenden Vorstandswahlen wurde Andrea Günther zur Nachfolgerin von Andreas Mlodzian-Hoven als Vorsitzende des jungen Fördervereins gewählt. Ihre Vertretung übernimmt Achim Krieger. Neu im Amt ist als Schriftführerin Bärbel Schreiber. Ein großer Dank galt der bisherigen Schriftführerin, Nicole Joosten. Die Kasse führt weiterhin Guido Welbers. Beisitzer wurden Birgit Weber, Andreas Mlodzian-Hoven und Sascha Ricking. Beratend nimmt die Leiterin der Kindertagesstätte, Esther Müller, an den Sitzungen des Vorstandes teil.

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Dachreiter verstärkt

Was lange währt, wird endlich gut. Der Dachreiter unserer Kirche musste diesen Herbst eine Genralüberholung über sich ergehen lassen. Aufgrund von Feuchtigkeit wurden tragende Elemente ausgetauscht. Um die Standsicherheit zu erhöhen, wurden neu Stahlträger miteingebaut. Die letzten Arbeiten sind jetzt im Gang. Wenn alles nach Plan läuft, können die Glocken am Ewigkeitssonntag wieder zu Gebet und Gottesdienst rufen.

 

Pogrom-Gedenken in Goch

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen mutwillig angezündet und Geschäfte von jüdischen Besitzern demoliert. SS-Trupps und andere "Freiwillige" setzten die Gebäude in Brand und zerschlugen unzählige Schaufensterscheiben. Auch in Goch wurden fünf Geschäfte zerstört und die Synagoge in der Herzogenstraße von SS-Männern erst im Innern verwüstet und dann angezündet. Die Feuerwehr löschte trotz der Bitte des Vorstehers der jüdischen Gemeinde den Brand nicht, sondern verhinderte nur ein Übergreifen auf die benachbarten Häuser. Fast alle jüdischen Männer wurden für mehrere Tage oder Wochen in Schutzhaft genommen. Mit der Reichspogromnacht wurde die Diskriminierung und Verfolgung der jüdischen Bürgerinnen und Bürger im NS-Staat für alle offensichtlich.

Zum 75. Jahrestag der Reichpogromnacht lud die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Goch zu einer Gedenkstunde ein. Das Gedenken begann um 18 Uhr an den Stolpersteinen für Familie Valk (Brückenstraße 35 – vor der Sparkasse). Von dort fand ein Schweigemarsch zum Mahnmal für die Gocher Synagoge an der Herzogenstraße statt. Dort wurde aller jüdischen Bürgerinnen und Bürger, die am 9. November 1938 in Goch lebten, namentlich gedacht.

 

Gottesdienst: ein Erlebnisbericht

Es ist Sonntagmorgen, stürmisch und nass. Eigentlich kein Wetter, um vor die Türe zu gehen. Doch mich zieht es in die Kirche. Gestern hatte unser Noah (7) Kinderbibeltag und ich hätte ihn ohnehin zum Familiengottesdienst am Folgetag begleitet. Doch auch ohne diesen Anlass wäre ich heute in Richtung Marktplatz aufgebrochen. Mit großer Klarheit und Beharrlichkeit sagte mir meine innere Stimme immer wieder: „Da willst du heute hin!“

Dagegen ist Widerstand zwecklos, dachte ich, und brach gemeinsam mit Joshua und Noah zu einem – was ich in dem Moment noch nicht wissen konnte – sehr spannenden Gottesdienst auf. Unter dem Leitmotto „Was wir säen – was wir ernten“ hatten die Bibeltagskinder schon einiges erarbeitet, was heute vorgestellt werden sollte. Dazu hatten auch die MacherInnen des Projektes „Gemeinde on Tour“ etwas Besonders vorbereitet, ein Rollenspiel.

Die Handlung überschaubar und doch nachdenklich stimmend: Ein engagierter Mensch versucht Werbung zu machen für den gelebten Glauben im Rahmen des gemeindeinternen Projektes „Gemeinde on Tour. Die angesprochenen Passanten haben durch die Bank keine Zeit, wenig Interesse oder andere Sorgen. Einige ausgeteilte und schnell zerknüllte Infozettel landen zur Erheiterung der Gottesdienstbesucher achtlos weggeworfen inmitten der Kirchenbänke. Der beharrlich um Interesse Werbende macht zunehmend ein langes Gesicht.

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