Impressionen Feiermahl

500 Jahre Reformation feierte die Gemeinde bei einem bunten, fröhlichen Festabend. Thematisches und Kulinarisches, Gespräche und Begegnungen prägten den Abend.

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Feiermahl zum Reformationsfest

Einfach mal feiern. Das macht die Evangelische Kirchengemeinde Goch am Reformationstag, 31. Oktober. 500 Jahre nach der Reformation wird dort ab 19 Uhr die Tradition der Tischreden, wie es sie zu Luthers Zeiten schon gab, aufgenommen: Unterbrochen von drei Gängen des leckeren Buffets sollen in der Kirche drei Tischreden Information und Unterhaltung bieten.

Zunächst werden Bürgermeister Ulrich Knickrehm und Pater Alda Roberto für die katholische Kirche Grußworte sprechen. Dann ist der ehemalige Archivar der Kirchengemeinde, Heinz van de Linde, an der Reihe. Er konzentriert sich in seiner Rede auf die Anfänge der Reformation in Goch. Die dritte Tischrede teilen sich Pfarrerin Rahel Schaller und Pfarrer Robert Arndt. Sie nehmen sich die 95 Thesen vor, fünf ausgewählte werden auf „Gochse Platt" vorgetragen.

„Die Thesenanschläge an der Wittenberger Schlosskirche waren als Teil eines wissenschaftlichen Diskurses zu verstehen, der sich in erster Linie an Kleriker und Gelehrte wandte", erzählte Arndt im Vorgespräch. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass heute kaum ein Protestant mehr als ein oder zwei Thesen kennt. Die bekannteste, die erste These, richtet sich gegen den Ablasshandel. „Nur weil Luther diese Thesen auch an die katholische Obrigkeit versandte, entfalteten sie ihre bekannte Wirkung", so Arndt.

„Es soll festlich werden", freut sich Presbyterin Britta Gemke auf den Abend. Und: „Die Teilnehmenden dürfen ruhig festlich gekleidet kommen." Musikalisch umrahmt werden die Tischreden von Kreiskantorin Susanne Paulsen und einem Männerensemble mit Liedern Martin Luthers. Für die Teilnahme inklusive Buffet werden 10 Euro verlangt, Karten sind im Gemeindebüro am Markt erhältlich. In die Kirche passen 150 Menschen, 30 Karten sind bereits verkauft.

 

Kirche aus dem Häuschen

Eine bunte Schar versammelte sich auf dem Gocher Marktplatz, um mit der Kirche aus dem Häuschen zu gehen und in der Stadt am Samstagmittag Gottesdienst zu feiern. Ein Bläserquartett und der Gopselchor sorgten für Lust am Singen. Vom Markt ging es auf die Voßstraße. Dort erklang der Gospelday-Song. Anschließend gab es Nachdenkliches zu den Seligpreisungen. Danach ging es weiter Richtung Wassergarten. Für viele war es ein besonderes Erlebnis, in aller Öffentlichkeit zu singen und zu beten.

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