Zur Gemeindeversammlung hatte die Evangelische Kirchengemeinde Kervenheim eingeladen. 28 Personen, darunter 14 Gemeindeglieder waren erschienen. Hauptthema der zweistündigen Versammlung war die Entwidmung des Gottesdienstraumes auf der Burg Kervenheim.
Der Vorsitzende Pfarrer Robert Arndt erläuterte die derzeitige Beschlusslage. Die Kirchengemeinde hat die Burg im Jahre 2009 vollständig erworben. Ziel war immer, diese der Dorfgemeinschaft zur Verfügung zu stellen. In der vergangenen sieben Jahren wurde für insgesamt 300.000 Euro Konzepte und Perspektiven entwickelt, um die Burg in eine andere Trägerschaft zu übergeben. Leider ist es bisher weder gelungen, eine tragfähige Finanzierung zu erarbeiten noch Menschen zu finden, die sich verantwortlich einbringen.
Gleichzeitig hat das Presbyterium der Gemeinde im Rahmen der Gebäudebedarfsplanung beschlossen, das Gebäude Burg aufzugeben.
Nun geht es darum, beide Prozesse zu bündeln und umzusetzen. Daher hat die Gemeinde ein Wertgutachten erstellen lassen, um eine Basis für einen Verkauf zu haben.
Doch eins nach dem anderen: Der erste nächste Schritt ist zunächst die Entwidmung des Gottesdienstraumes, um die Burg an einen anderen Eigentürmer zu übergeben. Dieser Schritt wurde auf der Gemeindeversammlung nur am Rande diskutiuert. Daher wird das Presbyterium in seiner nächsten Sitzung wohl so beschließen.
Weitreichender wurde die Abgabe der Burg diskutiert. Hier lässt sich nun kein abschließendes Szenario absehen. Fest steht allerdings, dass die Evangelische Kirchengemeinde Kervenheim die Eigentümerschaft beenden wird. Und nachdem der Prozess nun bereits sehr lange läuft, wird dies nach der Entwidmung auch konsequent angegangen.
Leider müssen wir feststellen, dass es kaum noch Angebote der Gemeinde gibt, zu der Gemeindeglieder kommen. Gut funktioniert der gemeinsame Konfirmandenunterricht zentral in Goch der sechs Kirchengemeinden der Region West. Auch der gemeinsame Konfi 3 in Weeze, Uedem und Goch wird von den Kervenheimer Jugendlichen angenommen. Es zeigt sich, dass der Weg zu den umliegenden evangelischen Orten problemlos gegangen wird.